Windhunde

Niemanden, der schon einmal einen Windhund in größter Geschwindigkeit hat laufen sehen, wird erstaunen, dass diese Hunde nach den Geparden die schnellsten Landsäugetiere sind.

Windhunde wurden ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet, die ihre Beute auf Sicht hetzen. Sie sind grundsätzlich hochbeinig und sehr schlank. Sie haben eine sehr gut ausgebildete Muskulatur, die ihnen lange und kraftvolle Laufsprünge ermöglicht.

Die Geschichte der Windhunde

Eine alte Bezeichnung für diese Rasse ist Windspiel. Ob der Name in seinem Ursprung bereits das Wort iWind/i mit der üblichen Bedeutung enthielt, ist umstritten. Es wird angenommen, dass er von dem Begriff iwendisch/i abgeleitet wurde, da früher viele der Tiere aus dem wendischen, sprich slawischen, Raum kamen. Vielleicht ist aber auch der althochdeutsche Begriff iwint/i, der Jagd bedeutet, namensgebend.

Windhunde gab es bereits vor unserer Zeitrechnung. Es sind Abbildungen aus dem vierten Jahrtausend vor Christus bekannt, die die schlanken, langbeinigen Hunde mit spitzer Schnauze zeigen. Damit sind die Windhunde, neben den Molossern, die älteste bekannte vom Menschen gezüchtete Spezialisierung von Haushunden.

Windhundrassen

Zunächst kann man die Windhunde nach ihrer Herkunft unterscheiden.

  • Okzidentale Windhunde haben Ohren, bei denen das Innenohr teilweise sichtbar ist (Rosenohr). Zu ihnen gehören die englischen und irischen, die osteuropäischen, die spanischen und italienischen Windhunde. Sie sind auf kurzen Strecken am schnellsten.
  • Orientale Windhunde haben Schlappohren. Zu ihnen gehören der afghanische, der tuareg, der persische und der nordafrikanische Windhund. Sie sind ausdauernde Läufer.
  • Mediterrane Windhunde erkennt man an ihren Stehohren. Die Podencos oder Podengos, der Pharaoh Hound und der Cirneco dell’Etna gehören zu ihnen.

Eine weitere Unterscheidung erfolgt über das Jagdverhalten. Der irische Wolfshund und der Silken Windsprite fangen beispielsweise die Beute und töten sie. Der Deerhound fängt die Beute und hält sie fest, damit der Jäger sie töten kann.

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) erkennt insgesamt achtzehn Windhundrassen an. Sie unterteilen sich in die Gruppe 10 (dreizehn Rassen) und die Gruppe 5 (fünf Rassen). In der Gruppe 10 werden iWindhunde/i, in Gruppe 5 iSpitzhunde und Hunde vom Urtyp/i geführt.